Claudia und Tea mit Chipkarten

Datum: 14.08.2022 | Ticketing-Lösungen

Was ist überhaupt ein eTicket?

Ein eTicket ist ein elektronischer Fahrschein für den öffentlichen Personenverkehr (ÖPV). Im Fachjargon heißt es übrigens Fahrberechtigung statt Fahrschein oder Ticket. Wenn wir als ETS von einem elektronischen Ticket sprechen, kennzeichnen wir das durch die Schreibweise mit den drei Klammern: (((eTicket.

Gespeichert wird ein (((eTicket auf einem Chip, der über ein standardisiertes Funkverfahren beschreib- und lesbar ist. Deshalb kann ein (((eTicket auf ganz verschiedenen Nutzermedien gespeichert werden: einem Smartphone, einer Plastikkarte oder auch in Wearables wie zum Beispiel Smartwatches.

Unsere Erklärvideos auf Youtube

Auf dem Chip wird der Fahrschein als Datensatz abgebildet und verschlüsselt, so dass er nicht manipuliert werden kann. Um die Echtheit eines solchen (((eTickets zu prüfen, nutzen Kontrollteams in Bus und Bahn elektronische Lesegeräte, die das (((eTicket prüfen und sofort anzeigen, ob das Ticket gültig ist.

Bei Handytickets, die Fahrgäste über die App ihres Verkehrsunternehmens kaufen, wird das (((eTicket optisch als 2D-Barcode auf dem Display angezeigt. Mit unserer Motics-Ausbaustufe NFC ist überhaupt kein Barcode mehr notwendig: Das Kontrollgerät erkennt das Ticket direkt per Nearfieldcommunications-Technik auf dem Smartphone. Ganz ohne Anzeige oder Scan. Die Funktechnologie funktioniert unabhängig vom Mobilfunknetz und ist damit auch in Regionen mit eingeschränkter Netzabdeckung einsatzfähig. Das Handyticket lässt sich somit wie eine Chipkarte verifizieren.

Technische Infrastruktur bei (((eTickets

Das (((eTicket wird in einem Hintergrundsystem erzeugt, durch eine IT-Sicherheitsinfrastruktur abgesichert, über Vertriebssysteme ausgegeben, auf einem Nutzermedium gespeichert und mit Kontrollsystemen überprüft.
Damit dieses System überall in Deutschland funktioniert, gibt es uns und unseren Standard für das elektronisches Fahrgeldmanagement (EFM): die VDV-Kernapplikation beziehungsweise deren Nachfolger (((etiCORE.
Die VDV-KA ist eine Bauanleitung für EFM-Systeme. Weil sich alle Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünde aber natürlich auch Hersteller von Ticketing-Komponenten an diese Bauanleitung halten (müssen), sind alle lokal entstehenden Systeme in der Lage, untereinander zu kommunizieren und sich dadurch miteinander zu vernetzen. Das nennt man Interoperabilität. 

Obwohl technisch schon seit Anfang der 2000er Jahre möglich, wird diese Interoperabilität erst seit Einführung des Deutschland-Tickets wirklich gelebt: das Ticket, das in Bremen gekauft wurde, wird in Passau genauso akzeptiert wie in Frankfurt. Und zwar egal, ob es auf einer Chipkarte oder in einem Smartphone gespeichert ist und unabhängig davon, ob der Fahrgast das Ticket bei der Bremer Straßenbahn im Kundencenter bestellt oder über den DB Navigator gekauft hat. 

Was wir machen

Wir kümmern uns aber nicht nur um den Ticketing-Standard, sondern betreiben und koordinieren auch die technischen Systeme die notwendig sind, damit alle Komponenten miteinander sprechen können. Wir übernehmen das Sicherheitsmanagement, sichern den Datenaustausch, zertifizieren die genannten Komponenten und begleiten Verkehrsunternehmen, Verkehrsverbünde sowie Hersteller bei der Umsetzung und Weiterentwicklung des elektronischen Fahrgeldmanagements. 

Alles im Auftrag des deutschen ÖPNV. Und das schon seit März 2004. 

Mehr über uns